Geschäftsjahr 2012: Deutliche Verbesserung der Profitabilität bei leicht tieferem Umsatz

Zürich, 20. März 2013 – Cicor (SIX Swiss Exchange: CICN), eine in den Bereichen Leiterplatten, Microelectronics und Electronic Solutions führende, international tätige Hightech-Industriegruppe mit Sitz in Boudry (Schweiz), steigerte im Geschäftsjahr 2012 ihre Profitabilität deutlich und erwirtschaftete einen erfreulichen Reingewinn. Die Nettoerlöse blieben um 1,5 % leicht hinter dem Vorjahr zurück. Sie erreichten 176’016 TCHF (2011: 178’678 TCHF). Auf Stufe Betriebsergebnis hingegen realisierte Cicor mit Blick auf die Unternehmensentwicklung wichtige Verbesserungen. Das Betriebsergebnis EBIT erreichte CHF 7’224 TCHF (2011: CHF 2’318 TCHF vor Restrukturierungen). Auf Stufe Reingewinn wies Cicor mit 6’264 TCHF nach dem Verlust im Vorjahr von 2’416 TCHF ein deutlich positives Unternehmensergebnis aus. Darin enthalten sind aktivierte Verlustvorträge in der Höhe von rund 1’277 TCHF. Die starke Verbesserung der operativen Performance mit deutlichen Steigerungen der Margen ist auf die hohe operative Disziplin, die fortgesetzte Straffung der Organisation und die durchgeführte Restrukturierung in der PCB Division zurückzuführen.

Dank des guten Geschäftsganges schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung vom 24. April 2013 vor, aus der Kapitaleinlagereserve CHF 0.30 je Aktie auszuschütten.

Der Cicor Gruppe gelang es 2012 einen Umsatz in der Grössenordnung des Vorjahres zu erzielen. Verbesserte Kostenstrukturen und vereinheitlichte Prozesse in den Divisionen sowie die Restrukturierung in der PCB Division führten zu einer markanten Verbesserung der Margen.

2012 gelang es Cicor wiederum, prestigeträchtige Grossaufträge und Projekte zu gewinnen. Darunter befinden sich grossvolumige Aufträge von Albis Technologies für die Herstellung von Elektronikmodulen im Bereich Telekommunikation, von Geberit für die Herstellung von berührungs- losen Steuerungen in der Sanitärtechnik sowie weiteren namhaften Elektronikherstellern zum Beispiel für die Fertigung von Sensormodulen für Industriekameras oder die Produktion der kompletten Module in der Chip & Wire Technologie für die Stromversorgung und -verteilung in Flug- und Raumfahr-zeugen. Weitere wichtige Aufträge stammen aus den Bereichen Medizin und Konsumgüter.

Die Eigenkapitalquote per Ende Jahr beträgt solide 56,5 % (2011: 59,1%), der Rückgang ist auf die Veränderung der Pensionsverpflichtung (IAS 19) zurückzuführen. Ein Ende Februar 2012 unterzeichneter neuer Kreditvertrag über CHF 45 Mio. mit einer Laufzeit von drei Jahren sicherte der Gruppe zusätzliche finanzielle Flexibilität für die Wachstumsfinanzierung.

Fokus auf den Kundennutzen mit innovativem Technologieportfolio

Im Geschäftsjahr 2012 investierte Cicor erneut in ihr innovatives Technologieportfolio, straffte die Organisation und baute die globale Präsenz des Unternehmens aus. In Amerika eröffnete Cicor im Januar 2012 eine eigene Vertriebsgesellschaft. Sie beschleunigt die Erschliessung des für die gesamte Gruppe wichtigen amerikanischen Marktes. Die Präsenz vor Ort erhöht die Möglichkeiten von Cicor, neue Kunden insbesondere in den Bereichen Medizin, Automobil und Industrie zu gewinnen. In Asien treibt Cicor mit ihren Fertigungsstandorten in Vietnam, Indonesien, Singapur und China die Bearbeitung der lokalen Märkte voran. Dank dem Transfer von Know-how aus Europa und den niedrigen Kostenstrukturen sind die Fertigungszentren auch für lokale Auftraggeber interessant. Cicor ist ausserdem dank fundiertem Technologie- und Produktions- Know-how in der Lage, High-end-Produkte und Lösungen an die Bedürfnisse der lokalen Märkte und Kunden anzupassen und erschliesst sich dadurch für ihre bewährten Technologien neue Absatzmärkte. In Europa bevorzugen Kunden mit globalen Fertigungsbedürfnissen verstärkt Cicor. Sie verfolgen aus Risikogründen bewusst Second-Sourcing-Strategien und profitieren bei Cicor von gruppenweit einheitlichen Produktionsabläufen und Prozessen.

Markanter Aufschwung in der zweiten Jahreshälfte

Die PCB Division musste 2012 einen Umsatzrückgang von -9,1 % auf 32’991 TCHF (2011: 36'312) hinnehmen. Der Rückgang ist ausschliesslich auf nicht transferierte, tiefmargige Umsätze im Zusammenhang mit der im ersten Halbjahr planmässig abgeschlossenen Verlagerung der Aktivitäten und Anlagen der Photochemie AG in Unterägeri zur Cicorel SA in Boudry zurückzu- führen. Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich auf 2‘968 TCHF (2011: - 417 TCHF), darin enthalten ist der Buchgewinn aus dem Verkauf der Liegenschaft Photochemie AG in Unterägeri von 305 TCHF. Die deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr zeigt den operativen Nutzen aus der vorgenommenen Reorganisation auf. Die EBIT-Marge steigerte sich auf gute 9,0% (2011: -1%).

Die ME Division wies zwei sehr unterschiedliche Halbjahresresultate aus. Die Nettoerlöse von 30’291 TCHF für das Gesamtjahr übertrafen das Vorjahresergebnis um 5,5 % (2011: 28’707 TCHF). Nach den ersten sechs Monaten lag der Umsatz noch 6,4 % hinter der Vorjahresperiode zurück. Auch in der Profitabilität unterschieden sich das erste und das zweite Halbjahr deutlich. Für das Gesamtjahr 2012 betrug der EBIT -1’290 TCHF. Während er im ersten Halbjahr 2012 noch mit -1’267 TCHF deutlich negativ ausfiel, verpasste die Division im zweiten Halbjahr dank eingeleiteten Massnahmen in der Produktion und strikter Kostenkontrolle den Break-Even für diese Periode nur knapp. Zur erfreulichen Entwicklung im zweiten Halbjahr 2012 trugen die Bereiche Mikromontage und Dickschichttechnologie wesentlich bei.

Der Nettoerlös der ES Division im Geschäftsjahr 2012 nahm als Folge der unsicheren wirtschaftlichen Situation in den Hauptabsatzmärkten der Kunden um 7,5 % auf 87’815 TCHF ab (2011: 94’896 TCHF). Das Betriebsergebnis (EBIT) erreichte 5’461 TCHF (2011: 4’049 TCHF). Die EBIT-Marge verbesserte sich von 4,3 % auf 6,2 %. Damit gelang es auch der ES Division, ihre Profitabilität trotz tieferem Umsatz nachhaltig zu steigern. Die Division profitierte 2012 an den beiden Produktionsstandorten Bronschhofen (Schweiz) und Arad (Rumänien) von den umgesetzten Massnahmen zur Effizienzsteigerung in der Auftragsbearbeitung sowie der 2011 aufgebauten Global Supply Chain mit dem neuen Einkaufsbüro in Singapur.

Die Asia Division erzielte 2012 in einem herausfordernden Marktumfeld ein erfreuliches Umsatzwachstum von 32,6 %. Die Nettoerlöse stiegen auf 26’330 TCHF (2011: 19’854 TCHF) an. Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug 1’935 TCHF (2011: 1,073 TCHF). Die EBIT-Marge erreichte 7,3 % gegenüber 5,4 % im Vorjahr. Das erfreuliche Wachstum baut auf dem Erfolg der Asia Division auf, internationale Neukunden zu gewinnen, die von dem hohen Fertigungs-know-how, den dualen Sourcing-Kapazitäten und attraktiven Kostenstrukturen profitieren.

Ausblick: Sicherung von nachhaltigem, profitablem Wachstum

Cicor setzt es sich zum Ziel in den kommenden Jahren profitables Wachstum zu generieren, dies auf Basis der im Geschäftsjahr 2012 erzielten, strategischen und operativen Fortschritte und als Resultat einer klaren und konsequenten Führung bei gleichzeitig hohem Kostenbewusstsein. Wachstumspotenzial sieht Cicor vor allem in Amerika und Asien. In beiden Absatzregionen beabsichtigt die Gruppe, aufbauend auf den Strukturen der Vertriebsgesellschaften, die Kontakte zu neuen Kunden zu stärken und sich als bevorzugter Partner für High-end-Elektroniklösungen und grossvolumige Fertigungsaufträge zu empfehlen. Die Unternehmensleitung erwartet im Geschäftsjahr 2013 die Rückkehr zu Wachstum in allen Divisionen und die Konsolidierung der im 2012 erwirtschafteten Profitabilität.

Kontakt

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Präsident des Verwaltungsrats
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Patric Schoch
CFO
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